• Dia

….. und auf einmal stand die Welt still

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich Ende des letzten Jahres zu meinem Mann sagte:

Schatz, nächstes Jahr wird sich einiges verändern.“ Es war meine innere Stimme, ein Gefühl was mir signalisierte, da kommt einiges auf uns zu.

Allerdings bin ich zu diesem Zeitpunkt fest davon ausgegangen, dass diese Veränderung von rein beruflicher Natur und vor allem positiv sein würde!

Ich hatte einiges in der Planung und endlich eine richtig nette Kooperation an Land ziehen können.

Es wäre so schön gewesen, hätte die Welt sich nicht dazu entschlossen ins Chaos zu stürzen.

Der Stillstand traf mich unerwartet, damit hätte ich niemals gerechnet. Obgleich ich es gewohnt war einen Großteil meiner Arbeit im Homeoffice zu erledigen, setzte mir dieser aufgezwungene Zustand der Alternativlosigkeit, ein Weilchen schwer zu.

Hinzu kam ein neuer Kollege, der ebenso ins Homeoffice verbannt wurde und das passte so gar nicht in meine Pläne.

Für alle die sich jetzt fragen, - Welcher neue Kollege?!

Naja, ich rede von meinem 15-jährigen Homeschooling-Opfer. Sind wir mal ehrlich, es ist schön, dass es die Schule gibt. Da können sie auch mal andere Menschen quälen und man hat kurz Zeit zum Durchatmen.


Verlust

Da waren die Urlaube und Kurztrips, die storniert wurden, Aufträge, die den Bach runter gingen, Kooperationen, die platzten und Matheunterricht! Die Angst um meinen kranken Vater verbesserte diesen Zustand weiß Gott nicht.

Das ganze Drama fand seinen Höhepunkt darin, dass sich meine gesamte Kreativität verabschiedete, Einfallslosigkeit und Tristesse nahmen ihren Platz ein.

Meine schlabbrige Jogginghose wurde mein bester Freund, dekorative Kosmetik zum Fremdwort, Essen meine aller größte Leidenschaft, meine Naturhaarfarbe kämpfte sich mit aller Macht an die Öffentlichkeit und überhaupt,- welchen Wochentag haben wir noch gleich?


Irgendwann stand ich morgens unter der Dusche und während das viel zu heiße Wasser an mir runter lief, fragte ich mich selbst: „Warum eigentlich Trübsal blasen, wenn ich doch so viel Zeit geschenkt bekommen habe?“

Also beschloss ich die Jogginghose endlich mal wieder zu waschen und sie tief in meinen Kleiderschrank zu verstecken. Mascara und Foundation fanden den Weg zurück in mein Gesicht, vor allem aber war ich endlich wieder voller Tatendrang!


Ich verbrachte sehr viel Zeit mit meinem „neuen Kollegen“, der sich erstaunlich gut im Homeschooling machte und anders als erwartet wurde diese Zeit zu der schönsten Zeit seit langem.

Ich bin sehr stolz darauf, wie gut sich mein kleiner Held diesen historischen Umständen angepasst hat. Auch wenn ihm seine Freunde fehlen und nichts mehr so ist wie vorher, so hat er dennoch nicht eine einzige Sekunde gejammert. #respect


Historische Zeiten

Meinem Jüngsten fehlt die Schule, ich fahre ungeschminkt zum Einkaufen und mir fehlt Sport. Wenn das keine historischen Zeiten sind, dann weiß ich auch nicht.

Nach meiner kurzen Zeit des Jammerns bin ich mittlerweile sehr glücklich, genieße jede Sekunde und entdecke fast stündlich Neues, an dem ich mich erfreuen kann. Die kleinen Gassen meiner weltberühmten Stadt, den Wochenmarkt erkunden, in aller Ruhe ein Buch lesen, meinen Garten genießen oder einfach nur einen langen Spaziergang im Wald. Luxus!





My lovely Town





Übrigens wollte ich im Wald auf die Suche nach Kräutern gehen, letztendlich bin ich dann aber so unsicher mit der Zuordnung der vermeintlichen Kräuter geworden, dass ich mit leeren Händen nach Hause gegangen bin.

Da ich ein Naturtrottelchen bin, hätte ich mich mit dem falschen Kraut wahrscheinlich selbst vergiftet. ;-)



Glücklich sein…

In einer Zeit die durch Krankheit, Verlust und Existenzängste geprägt ist, scheint es ein wenig Egoistisch zu sein, laut auszusprechen das man glücklich ist.

Aber ich bin glücklich und das hat vor allem damit zu tun, das ich losgelassen habe. Corona dämpfte die ohrenbetäubende Belanglosigkeit des Alltags, durch den ich Tag für Tag gehetzt bin.

Unzählige Termine und Verpflichtungen die zwar mein Portemonnaie gefüllt, mich aber letztendlich wenig glücklich gemacht haben.

Ich weiß nicht was die Zukunft bringen wird, allerdings weiß ich jetzt, dass es richtig war einige Dinge zu überdenken und anders zu gestalten.




Die Welt hat sich unumkehrbar verändert, es wird also Zeit, dass auch wir die ein oder andere Veränderung in unserem Leben anstoßen.




Deine Dia


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Themen:

#frühling #achtsamkeit #körperliebe #liebe #selbstliebe #soullove #neuestart #neueserleben #einfachschönsein #corona #ängste #loslassen





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