• Dia

Ho..Ho..Ho..

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Bis jetzt kann ich wirklich ein bisschen stolz auf mich sein, ich habe es geschafft, war nur auf zwei Weihnachtsmärkten und habe mein Jahresgehalt nicht in Kakao, Kinderpunch, Bratwurst und gebrannte Mandeln gesteckt. Sogar mein Baum steht pünktlich und strahlt in voller Pracht, mit gefühlt 1593736 Kugeln, vor sich hin.

Alle Fressalien für die Feiertage liegen im Kühlschrank und warten auf ihre Verwertung, fehlt also nur noch das riesen Flattervieh…eine 6 Kg Pute, die ich morgen vom Bauern meines Vertrauens abholen kann.

Alles wird gut, alle werden sich liebhaben, die besinnliche Zeit genießen, das Essen wird ein Gaumenschmaus und was zum Teufel ist eigentlich Stress?! Ja nee, is klar.



Die besinnlichste Zeit des Jahres…NICHT!

Ich weiß ja nicht wie es euch so geht, aber zu den Weihnachtsfeiertagen bin ich immer bis ans Limit gestresst. Allein der Gedanke das ich eventuell die Pute versauen könnte und all meine Liebsten hungrig am Tisch sitzen und sich dann mit den Beilagen zufriedengeben müssen, treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn. Warum zum Henker gehen wir nicht einfach Essen?!

Hatte ich auch wirklich an alle Geschenke gedacht? Kinder, Männe, Oma, Opa, Hund, Freunde, Bekannte, meine lieben Nachbarn, Müllmänner, Postboten - die Liste nimmt mittlerweile kein Ende und treibt mich regelmäßig kurz vor Weihnachten noch in die ansässige Stadtgalerie.

Vorzugsweise nutze ich dann zum Shoppen, der mir noch fehlenden Lebensmittel und Geschenke, den Samstag vor Weihnachten. Wie dumm von mir!



Jedes Jahr aufs Neue zweifle ich an meiner eigenen Zurechnungsfähigkeit, wenn ich in der Kilometer langen Schlange vor der Kasse stehe und darauf warte meine EC-Karte zum Glühen zu bringen.

Ich sag’s euch, irgendwann explodiert dieses Kartenlesegerät bei den Summen, die ich zu Weihnachten ausgebe und warum zum Henker gehe ich auf einen Samstag kurz vor Weihnachten überhaupt noch Einkaufen?!

Auch frage ich mich, ob mildernde Umstände geltend gemacht werden können, wenn ich die Oma, die mir ihren Einkaufswagen ständig in die Hacken schiebt, einfach mit meinem überfüllten Einkaufswagen überrolle?!

Bevor ihr jetzt denkt: „Das kannste doch nicht machen“, möchte ich euch aber sagen, die Stiefel, die diese wild gewordene Oma malträtiert, waren neu, wunderschön und aus Wildleder!

Das da mein Puls auf gefühlte 1800 Schläge anstieg ist doch kein Wunder.

Ja, ....selbstverständlich hätte ich mich freundlich umdrehen und sie darum bitten können, ihren außer Kontrolle geratenen Einkaufwagen ein wenig zu zügeln, allerdings war „freundlich“ gerade ausverkauft.

- Keine Sorge, auch das Omchen kann ihre Weihnachtsfeiertage gesund & munter feiern.

Es reichten ein kleiner Stups mit meinem Hinterteil gegen ihren Einkaufswagen, sowie der lang erprobte Todesblick aus, um Ruhe in diese äußerst prekäre Situation zu bringen.


Leben am Limit

Ja, ich lebe ein Leben am Limit und hoffe inständig, dass ich nach Weihnachten keine stationäre Therapie benötige, weil ich zwischenzeitlich vielleicht durchgedreht bin.

Der Verkehr auf den Straßen gleicht einer Kriegsschlacht und auch wenn ich es wirklich nur ungern zugebe, so bediene ich leider sämtliche Klischees, wenn es um das Einparken meines Autos geht.

Samstagmorgen einen Parkplatz in der Stadtgalerie zu finden gestaltet sich dann doch mitunter etwas schwieriger als gedacht. Der Lieblingsspruch meines Mannes lautet mittlerweile:

„Kein Problem Schatz, den Rest bis zum Gehweg laufen wir halt.“

Als wäre das alles nicht schon anstrengend genug, werden meine Ohren immer und immer wieder mit diesem einen uraltem Song bombardiert. Beim Einkaufen trällert er aus den Lautsprechern, beim Autofahren aus dem Radio und selbst mein Jüngster summt ihn vor sich hin, was kurzzeitig dazu führt, dass ich darüber nachdenke ihn zur Adoption freizugeben. 😉

Na, wisst ihr welchen Song ich meine? Glaubt ja nicht das ich dieses Liedchen hier benennen.

- Der Song der nicht genannt werden darf!


3..2..1..Besinnlichkeit

Aber irgendwie überlebe ich diese Tour in die Stadt dann doch und wieder zuhause angekommen bin ich sehr froh darüber alles geschafft zu haben. Langsam kommt nun auch bei mir eine gewisse Weihnachtsstimmung auf und ich werde fast schon abartig freundlich zu jedem. Das muss am Zucker der ganzen Weihnachtssüßigkeiten liegen, die ich mir unterwegs reingestopft habe.

Neben all dem Stress und all der Arbeit, liebe ich Weihnachten dennoch. Es bringt meine Liebsten alle zusammen. In der weihnachtlichen Zeit sind wir dankbarer als sonst ohnehin schon, wir können genießen und viele Menschen glücklich machen.

Selbstverständlich könnte man dies auch das ganze Jahr über tun und ich bin mir sicher das tun wir auch, zu Weihnachten einfach nur ein bisschen mehr, oder?



Kussi, Dia





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